Am 25. April fand im Kuko unsere Kundenveranstaltung statt. Für diejenigen, die nicht anwesend sein konnten, schicken wir als Anlage die 10 Kernthesen von Volker Schilling zu, unserem Referenten an diesem Abend (die Vita von Herrn Schilling konnten Sie unserer Einladung entnehmen). Wie klar geworden ist, ist die ZEIT der wichtigste Faktor, wenn man eine Kapitalanlage erfolgreich gestalten will.
Wir nutzen die Gelegenheit, um kurz und knapp ein paar Gedanken zu den derzeitigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten abzugeben und Ihnen unsere Empfehlung für eine sinnvolle Herangehensweise an das Thema „Kapitalanlage“ aufzuzeigen.
Überdenken Sie bitte Ihre „Festgelder“…
Sprechen Sie mit uns über mögliche Alternativen!
Noch eine Bemerkung in eigener Sache: wir haben seit 1.4. letzten Jahres einen neuen Mitarbeiter und Kundenberater: Herrn Daniel Bail! Er bringt langjährige Erfahrung, Top Ausbildung, Seriosität und Fachwissen mit und verstärkt unser Team in jederlei Hinsicht. Unabhängig von den Ihnen bekannten Ansprechpartnern, steht Ihnen nun ein weiteres kompetentes Teammitglied zur Verfügung – schenken Sie bitte auch ihm Ihr Vertrauen.
Doch nun ein Überblick des derzeitigen Geschehens:
- Ein neuer Begriff ist im Markt: Helikoptergeld, Mario Draghi bezeichnet das als „interessante Idee“ – die Folge wären vermutlich ein weiterer Vertrauensverlust in die europäische Währung.
- Das niedrige Zinsniveau in der Eurozone wird uns noch lange begleiten um ein erneutes Aufflammen einer Eurokrise zu vermeiden.
- Die US Zinsen werden nur moderat steigen, um keine negativen Wirkungen für die US Wirtschaft aufkommen zu lassen.
- Die Immobilienpreise sind extrem gestiegen, da die niedrigen Zinsen für die Fremdfinanzierungen diese Investitionen rechenbar gemacht haben. Was aber passiert, wenn die Zinsen steigen und sich Objekte nicht mehr rechnen können? Die Kosten werden dann steigen und gleichzeitig werden die Immobilienpreise fallen.
- Im Vergleich zu z.B. Immobilien und Anleihen sind Aktien geradezu billig. Wenn man von einem bleibenden Niedrigzinsniveau ausgeht, kann man durchaus an Bewertungssteigerungen der Aktien glauben…und zwar auf einige Jahre gesehen! Denn die Unternehmen profitieren größtenteils von den niedrigen Zinsen, was sich in moderat steigenden Gewinnen und stabilen Dividendenzahlungen ausdrücken kann.
- China wächst nicht mehr so stark, wie das in den letzten vielen Jahren der Fall war. Aber selbst bei stark abgeschwächtem Wirtschaftswachstum ist es in absoluten Zahlen betrachtet immer noch riesig und deutlich größer als das Wachstum in Europa und USA. Probleme bestehen – Banken und Immobilien, auch die freiheitsbeschneidende politische Tendenz – die meisten Marktteilnehmer halten jedoch die Situation für beherrschbar.
- Bargeldabschaffung: ist die Abschaffung des 500 EUR Scheines ein Vorbote? Wir wissen es nicht! Allerdings würde der Einfluss der Regierungen erheblich anwachsen. Wir halten das für eine falsche Richtung. Kleines Gedankenexperiment: wäre ein evtl. Schuldenschnitt dadurch nicht einfacher umzusetzen?
Ein Ausgangspunkt für gute Anlageentscheidungen
Vollständige Sicherheit ist eine Illusion. Die langfristigen Folgen der offensichtlichen politischen, gesellschaftlichen und finanziellen Herausforderungen sind kaum absehbar. Nicht einmal die klare Abgrenzung zwischen Symptomen und Ursachen scheint möglich. Bezogen auf finanzielle Entscheidungen gibt es nur eine Antwort:
Denken Sie über Ihre bestehenden Anlagen nach.
Die Frage ist nur: Wie kann eine ausgewogene Anlagestruktur aussehen?
Seien Sie ehrlich zu sich selbst
Keiner kennt die Zukunft. Die Vergangenheit kann nur ein Indikator sein. Deutlich wird dies am Beispiel deutscher Staatsanleihen mit kurzen Restlaufzeiten. Vor einigen Jahren gab es dort noch risikolose Renditen von 4 bis 5 Prozent. Heute liegt die Rendite bei minus 0,4 Prozent.

In einem auf positiven Nominalzinsen aufgebauten Finanzsystem muss das ernste Konsequenzen haben.
Ob kurzfristige Geldanlage, langfristige Altersvorsorge oder Finanzierbarkeit von zu Hochzinsphasen ausgesprochenen Garantien (z.B. bei Lebensversicherungen). Alles und jeder ist betroffen.
Aufgrund der sehr hohen Vermögen einerseits und den damit zusammenhängenden Schulden könnte die Lösung in einem Schuldenschnitt oder einer Entwertung durch Inflation liegen. Ersteres ist in einem komplexen und vernetzten Finanzsystem schwierig und letztere stellt sich aktuell nicht ein.
Fundamental und langfristig betrachtet kommt man aktuell zu der Erkenntnis, dass Sachwerte (z.B. Aktien) den Geldwerten (z.B. Zinspapiere wie Anleihen, Sparbriefe usw.) überlegen sind. In unseren Augen klingt das logisch, was meinen Sie?
Kommen wir zu einer Idee, wie Sie mit uns Ihre zukünftige Anlagestrategie umsetzen können.
Zuerst könnte man das Kapital naiv mischen und z.B. gleichmäßig auf Geldwerte und Sachwerte aufteilen. Innerhalb der jeweiligen Gruppe ist eine breite Risikostreuung vorzunehmen. Also Aktien global und in allen möglichen Branchen investieren und wenn schon Anleihen, dann ebenfalls global streuen in Staats- und Unternehmensanleihen.
Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle sind zwar alles Sachwerte, aber sie weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. Bei der Verteilung der Geldwerte ist zwischen unterschiedlichen Schuldnern, Währungen und Bonitäten zu unterscheiden.
Im nächsten Schritt geht es darum zu entscheiden, ob man auf steigende Vermögenspreise setzen möchte oder Strategien verwendet, die auch in wechselhaften Börsenphasen Erträge generieren können.

Wir bedanken uns hier noch einmal für Ihr Vertrauen. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.